Hapkido Einsteigertraining startet am 20. Januar 2020

Attendorn (14.01.2020) Zu Beginn des neuen Jahres bietet die Hapkido Abteilung des TV Attendorns wieder wöchentlich montags und freitags Einsteigertrainings für interessierte Kinder (ab 8 Jahren), Jugendliche und Erwachsene an.
Gestartet wir montags um 17.00 an der Turnhalle der Laurentiusschule in Attendorn (Einlass 16.30) und freitags um 16.30 an der Turnhalle vom Hallenbad.

Das ist das Motto: Nicht keilen und prügeln, sondern sich mit Köpfchen zu verteidigen

Hapkido ist eine Selbstverteidigungssportart, die ihren Ursprung in Korea hat. Sie basiert darauf, Angriffen nicht rohe Gewalt entgegenzusetzen, sondern sie in kreisförmige Bahnen umzulenken und mit einer Hebel- oder Wurftechnik zu kontern. Es gibt im Hapkido Verteidigungstechniken gegen alle möglichen Angriffsarten, sowohl gegen waffenlose als auch bewaffnete Angreifer. Die Abwehr erfolgt hauptsächlich ohne Waffen, gleichwohl wird im Hapkido auch der Gebrauch von Hilfsmitteln, wie zum Beispiel Stock oder Gürtel gelehrt. Weiterhin gehören Schlagtechniken und Fußtritte zum System. Nach Deutschland kam Hapkido durch koreanische Gastarbeiter, die im Ruhrgebiet im Bergbau beschäftigt waren. Sie trainierten Freunde und Arbeitskollegen während ihres Aufenthaltes in Deutschland und legten damit den Grundstein für die heute zahlreichen Vereine.

Judo, Taekwondo, Karate – alles Kampfsportarten, von denen man schon einmal gehört hat. Aber Hapkido? Was soll das denn sein? Hinter dem Namen Hapkido verbirgt sich mehr als nur eine Selbstverteidigungssportart. Persönlichkeitsbildung, Selbstbehauptung, Disziplin, Körperbeherrschung und Bewegungsharmonie stehen an zentraler Stelle. Körperkontakte mit dem Gegner zielen zunächst auf ein sanftes Nachgeben und Ausweichen ab, bevor der Gegner mittels Gelenkhebel, Nerventechnik oder Faust- und Fußschlag unter Kontrolle gebracht wird.

Der Körper ist die Verteidigungswaffe – Schnelle und wirksame Abwehr

Zu Beginn eines jeden Trainings steht die Begrüßung Ehrung der Fahnen Koreas und Deutschlands sowie des Trainers. Danach beginnt dann das Training mit dem Aufwärmen und Dehnen, wobei das geschulte Auge Parallelen zum Yoga sieht, der Laie hingegen so manches dem Bodenturnen zuordnet.
Sobald man warm genug ist, folgen Trittübungen, bei denen Ziele vom Fußknöchel bis zum Kopf des Partners anvisiert, jedoch nicht getroffen werden.
Die nun folgende Fallschule ist, wie beim Judo, wichtig, um auch nach den ersten »Flugversuchen« noch Gelegenheit zu haben, das Training unbeschadet fortzusetzen. So vorbereitet wird mit Lösetechniken aus dem Handgelenkgriff angefangen. Es folgen Umklammerungen von hinten und vorne, Würgegriffe, sogar im Liegen, bis hin zur Abwehr bewaffneter Angreifer. Ob Messer, Stock oder eine weitere Waffe - der Hapkidoin weiß um eine schnelle und wirksame Abwehr. Hände, Füße, kurz der ganze Körper, sind die Verteidigungswaffen des Hapkidoin. Es ist nicht alles so spektakulär, wie es die immer wieder begeisternden Bruchtests und gesprungenen Fußtechniken andeuten. Vielmehr wird Wert auf gute Technik gelegt. Die Stärken eines jeden Hapkidoin sind so unscheinbare Aktionen, wie Gelenkhebel oder Drucktechniken auf empfindliche Nervenstränge des Gegners, um ihn zu kontrollieren.

Um den Selbstverteidigungssport Hapkido richtig zu erlernen, muss man sich selbst drei Punkte auferlegen: Üben, üben und nochmals üben!

Bereits Anfang 1994 begann Simon Pfeifer (heute 5. Dan) das Hapkido-Training unter Jürgen Rath in Plettenberg. Seit 1998 ist er als Trainer in Sachen Hapkido tätig. Seit 2010 trainiert Pfeifer eine Hapkido Gruppe in Attendorn. Da die Kapazität auf der der Matte bei der aktuellen Anzahl von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen noch nicht erschöpft ist, werden interessierte neue Hapkidoin herzlich willkommen geheißen.

Nähere Auskünfte erteilt Simon Pfeifer gerne unter hapkido@tv-attendorn.de oder direkt bei den Einsteigertrainings.

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