2008

4 2 0   T E I L N E H M E R   B E I   1 6 .   C I T Y L A U F 

Zieleinlauf-Rechts Sieger Tim-Arne Sidestein 


4 2 0   T E I L N E H M E R   B E I   1 6 .   C I T Y L A U F 

(WP Florian Runte) Der 16. Citylauf in Attendorn war einer von denen, die in besonders schöner Erinnerung bleiben. Das für Samstag prophezeite Unwetter blieb aus. Dazu sorgten viele Zuschauer bei einer hervorragenden Teilnehmerzahl von 420 Läufern für eine tolle Atmosphäre. "Das war ein richtig schöner Wettkampf", zeigte sich mit Tim-Arne Siedenstein auch der Sieger des Hauptlaufs über 10 Kilometer begeistert. "Die Strecke ist einfach toll und macht Spaß, auch wegen der Stimmung."

An der in frischem Grün erstrahlenden Strecke, die auf dem Attendorner Wall rund um die Altstadt führte, verfolgten Freunde und Eltern den Lauf und feuerten die Sportler an. "Mama, wann kommt Papa?", fragte da ein kleines Mädchen und probte schonmal mit der Ratsche. Papa kam bald und winkte eifrig zurück. Überhaupt herrschte eine rege Kommunikation zwischen Läufern und Zuschauern. Logisch, denn für Fußballer und Radsportler, Priester und Polizisten kommt es nicht auf jede Sekunde an.

Bei den 1500-Meter-Läufen ab 14:30 Uhr dominierten die "Rivius, Rivius"-Rufe. Mit 117 Startern hatte sich das Rivius-Gymnasium den begehrten und mit 150 Euro dotierten Preis der meisten Teilnehmer geholt. Den rivalisierenden Ursulinen blieb nur Platz zwei vor dem TV Attendorn.

Neben der Atmosphäre war auch der sportliche Teil top. Der alte Streckenrekord von Thomas Schnüttgen ist seit Samstag Geschichte. Den verbesserte Tim-Arne Siedenstein von der SG Wenden auf 33:25 Minuten. "Es lief bei mir recht locker. Aber irgendwann wurde es mir zu unruhig", so Sidenstein. Die Konsequenz: Zwei Runden vor Schluss löste sich der A-Jugendliche aus Obersdorf-Rödgen vom bis dahin in Formation laufendem Führungsquartett. Neben Sidenstein gehörtem diesem seine Vereinskollegen Dominik Sasse, Dr. Jens Siebel und Stefan Zelle vom TV Attendorn an. Dahinter kam lange Zeit nichts.

Dennoch blieb es bis zur letzten Runde interessant, weil Sasse und Siebel sich hart um Platz zwei duellierten und so in Schlagdistanz blieben, die Lücke letzlich aber nicht mehr schließen konnten. Hinter den Wendenern mischte sich mit dem Kölner Sportstudent Stefan Zelle ein neues Gesicht unter die heimischen Läufer. Er ist eigentlich Triathlet, kam durch persönliche Bindungen zum TV Attendorn und wird künftig für die Radsportabteilung Rennen bestreiten. "Wir mussten schon ganz schön was tun, um ihn loszuwerden", verriet Dominik Sasse anerkennend.

Bei den Frauen siegte zum dritten Mal Vilija Birbalaite von der LG Plettenberg/Herscheid. Lange sah es nach einem Sieg für Jennifer Reichel (SG Wenden) aus. Doch während die Siegenerin mit ihrem Asthma zu kämpfen hätte, legte Birbalaite noch mal zu, lief von Platz vier nach vorne und erreichte nach 39:43 Minuten als erste das Ziel. "Ich habe es langsam angehen lassen und mir die Kraft gut eingeteilt. Hauptsächlich wollte ich hier als Trainerin meinen Schützlingen zusehen", erzählte die gebürtige Litauerin, die "immer wieder gerne" nach Attendorn kommt.

Auch im Hobbylauf über 5000 Meter unterstrich die SG Wenden ihre Ausnahmestellung im Kreis Olpe. Hier siegten, nebeneinander durchs Ziel laufend, Janarthan Thirruchelvan und Thorsten Scheen in der Zeit von 16: 49 Minuten und distanzierten den drittplatzierten Holger Burghaus um fast eine Minute. Schnellste Frau über 5000 Meter war die Schönauer A-Jugendliche Carolin Tump (19:38 Minuten) vor der B-Jugendlichen Dana Sperke (SC Fretter). "Eigentlich wollte ich meine 5000 Meter gestern beim Ausdauer-Cup in Molsberg auf der Bahn laufen, aber die Veranstaltung wurde wegen Gewitters abgesagt", so die siebzehnjährige Tump. Wie für einige andere der Spitzenathleten der SG Wenden, für die die Saison allmählich ernst wird, erwies sich Attendorn als guter Ersatz.

Bedauert wurde von einigen Läufern, dass der schnelle Kurs nicht amtlich vermessen und damit bestzeitentauglich ist. Sonst würden, so wurde mehrfach vermutet, noch mehr höher ambitionierte Läufer teilnehmen.

Vor den Hauptläufen bevölkerten die Schüler und Jugendlichen den Attendorner Wall, denen das "Führungsfahrzeug" Manfred Hennes wie bei allen Läufen auf dem Rad den Weg bahnte. Die insgesamt schnellste Zeit über 1500 Meter lief Tobias Rotthoff (St. Ursula Realschule) in 4:44 Minuten.

TV Attendorn dankt der ganzen Stadt

Auch aus Sicht des Veranstalters TV Attendorn war der Citylauf ein voller Erfolg. Die Erwartungen bezüglich der Teilnehmerzahl wurde deutlich übertroffen. "Schuld" hatten vor allem die Schulen, von denen wahre Horden an Schülern, vor allem über 1500 Meter, erschienen waren. Und abgesehen von drei Minuten Verspätung des Hauptlaufs verlief der Citylauf ohne Probleme.

"Die Stimmung des Laufs lebt davon, dass viele Attendorner mitmachen. Möglich wird so ein Lauf ja erst durch die Unterstützung des Vereins, der Industrie, der Stadtverwaltung und den Schulen. Wir sind auch froh, dass echte Spitzenläufer dabei waren", bilanzierte Andreas Ufer, 1. Vorsitzender des TVA.

Auch sein persönliches Fazit zum 5000-Meter-Lauf war positiv: "Ich glaube, ich war erster der Vorsitzendenwertung".


Den Schnuller gab´s nach dem Lauf zurück

(WP Florian Runte) Ein echter Höhepunkt war auch der Lauf der etwa 30 Bambinis, die so begeistert losstürmten, dass sich das Mädchen in der rosa Hose und dem "Trikot in Farben von Gut Ewig" (Moderator Kunibert Rademacher) der Länge nach aufs Pflaster legte, tapfer hinterherrante und trotz allem strahlend nach 400 Metern durchs Ziel lief.

Nach dem Zieleinlauf, den manche der Kleinsten auf den Schultern der Eltern erlebten, erhielt jeder der Bambinis eine Medaille. Und einige ihren Schnuller von den Eltern zurück. Das tut gut: Eine Abkühlung in der Hitze Attendorns.


Foto:Citylauf 2008 ( Foto WR) 


Freuen sich auf den Attendorner Citylauf: Rüdiger König, Horst Normann und Andreas Ufer (vorne, v. li.) sowie Margot Kellermann und Rüdiger Schulte von der Sparkasse ALK. (WR-Bild: sv)


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Attendorn. (sv) Am 31. Mai steigt der 16. Citylauf. Ab 14 Uhr werden an diesem Samstag Strecken von 10 000, 5 000 und 1 500 Metern sowie ein Bambinilauf auf den Wällen der Hansestadt angeboten.

Das Ziel ist wie gewohnt am Hallenbad. Da die 5 000- und 10 000-Meter-Läufe zum zweiten Mal stattfinden, wird den aktiven Läufern die Möglichkeit gegeben, die Streckenrekorde, welche zurzeit von Thomas Schnüttgen sowie Vilija Birbalaite gehalten werden, zu knacken.Wie 2007, als sich über 300 Sportler beteiligten, hofft Andreas Ufer, Hauptorganisator des City-Laufs und Vorsitzender des TV Attendorn, auch diesmal auf großen Zuspruch. "Es geht nicht nur um das Erreichen von Höchstleistungen, sondern Dabeisein ist alles. Der Citylauf soll Laufanfänger, Hobbyläufer sowie Ambitionierte aus der Region ansprechen", betonte der leidenschaftliche Sportler. Da der Termin erstmals auf ein Wochenende ohne Feiertage trifft, hoffen die Veranstalter auf besonders viele aktive Läufer und Zuschauer. Horst Normann, der Gewinner des 1. Attendorner Citylauf vor 16 Jahren, freut sich ebenso wie die restlichen Organisatoren über die enorme Entwicklung der Veranstaltung und wird auch in am Citylauf teilnehmen.
Neben Sachpreisen für die Gewinner der Altersklassen wird es für die Sieger und Siegerinnen des 10 000-Meter-Laufes Hanseschecks geben. Über besondere Preise dürfen sich die teilnehmerstärksten Gruppen freuen. Hervorragend für Gruppierungen jeglicher Art wie Schulen, Vereine oder Betriebsgruppen eignet sich der 5000-Meter-Lauf.
Unterstützt wird der Citylauf von der Sparkasse ALK, BeulCo, der Barmer, der Druckerei Frey, Sport Beul und weiteren Attendorner Firmen und Einzelhändlern. Darüber hinaus helfen Organisationen wie das DRK oder die Polizei bei der Durchführung des traditionellen Wettbewerbs. Weitere Infos und die Ausschreibung sind auf www.tv-attendorn.de im Internet zu finden.

Foto:
Freuen sich auf den Attendorner Citylauf: Rüdiger König, Horst Normann und Andreas Ufer (vorne, v. li.) sowie Margot Kellermann und Rüdiger Schulte von der Sparkasse ALK. (WR-Bild: sv)


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