NRW Meisterschaft 2010

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U N K O M M E N T I E R T E S   V I D E O   V O N   D E N   N R W   M E I S T E R S C H A F T E N 


D E R   S C H L U S S A K K O R D   K A M   Z U M   R I C H T I G E N   Z E I T P U N K T 

Attendorn ( 04.05.2010 ) Als Rennsprecher Peter Mohr zur Siegerehrung der Eliteklasse aufrief und im Namen des Landesverbandes noch einmal ein Riesenlob an den TV Attendorn als Veranstalter aussprach, da öffnete der Himmel so richtig seine Schleusen.

Das packende Finale im Rennen um den „Großen Preis der Sparkasse ALK", zugleich Rennen um die NRW-Meisterschaft, hatten die Zuschauer also noch trockenen Hauptes verfolgen dürfen. Und es waren viele. Viel mehr als noch vor vier Jahren, als man, damals im Schwalbenohl, ebenfalls die NRW-Meisterschaft ausgerichtet hatte. Und das trotz aller Negativ-Schlagzeilen, die der Profiradsport seit dem damaligen Sommer produziert hatte.

„Unser Konzept, Richtung Innenstadt zu gehen, ist aufgegangen", freute sich Markus Hammer, Abteilungsleiter der TVA-Radsportler über die erhöhte, wenn auch nicht überragende Resonanz. Diese wäre ohne die zahlreichen Konkurrenzveranstaltungen im ganzen Kreisgebiet und bei besserem Wetter sicher noch besser ausgefallen wäre. „Die Regenschauer haben die Leute leider immer wieder von der Strecke vertrieben", so Hammer.

Er zeigte sich auch ein wenig stolz, dass seine kleine Abteilung die Veranstaltung so reibungslos über die Bühne bekam. Abgesehen von wenigen uneinsichtigen Autofahrern, die sich nur durch heftige Gegenwehr der besonnen Streckenposten davon abbringen ließen, unkontrolliert auf die Rennstrecke zu fahren, gab es keine Probleme.

Die Sportler waren begeistert und dankten es mit guten Leistungen. Wie sie den wetter- und streckenbedingten Widrigkeiten trotzten, war beeindruckend. Trotz der nach wochenlanger Trockenheit schmierigen Straßen wurde auch in der kniffligen Abfahrt durchgezogen. Die Stürze hielten, besonders für eine Meisterschaft bei Regen, im Rahmen. „Da hat man gesehen, dass das alles keine Hobbyfahrer waren. Das war begeisternd für jeden, der etwas vom Sport versteht", ist sich Manfred Hennes sicher.

Werbung für den Radsport sei die Veranstaltung gewesen, und diese hat er auch nötig. Das zeigten die Felder in den Nachwuchsklassen, in denen deutlich weniger Fahrer an den Start gingen, als es noch vor zehn oder fünf Jahren der Fall war. Der ein- oder andere mag vielleicht vor dem harten Kurs, der seinem Ruf ja auch gerecht wurde, oder vor dem vorhergesagten Wetter gekniffen haben.
Ein Umstand, der vielleicht auch mit der Entwicklung der Sportart und dem Fehlen echter Vorbilder zu tun hat, vor allem aber mit der gesellschaftlichen Entwicklung, unter welcher der Leistungssport generell leidet. Im Kreis Olpe haben sich diese Probleme, allerdings nur dank erhöhter Bemühungen der Vereine, noch nicht niedergeschlagen. Und so wird es auch auf absehbare Zeit noch Radrennen in Attendorn geben.
Markus Hammer jedenfalls freut sich bereits auf die Rennen, die der Verein in den kommenden Jahren noch ausrichten wird. Dann vielleicht wieder auf dem Rundstreckenkurs in der Innenstadt. Erste Gedankenspiele und Gespräche gehen in diese Richtung. Hammer: „Unser Wunsch ist, dann wieder ein Rennen nur für die Zuschauer zu machen. Also auf einer kurzen Runde, ohne die Vorgaben, die bei einer Meisterschaft bestehen."


A T T E N D O R N   V E R W A N D E L T   N R W   M E I S T E R S C H A F T   I N   E I N   F E S T 


A L L E S ,   W A S   G U T E N   R A D S P O R T   A U S M A C H T 

Attendorn ( 03.05.2010) Begeisterung an der Strecke, packende Wettkämpfe und viel Lob von Sportlern und Funktionären - für den TV Attendorn war die Durchführung der Meisterschaften des Radsportverbandes NRW nur als gelungen zu bezeichnen.
Die Bewohner der Hansestadt machten, den wiederkehrenden Regenschauern zum Trotz, die Veranstaltung zum Fest. Am langen Anstieg im Grafweg und im Schwalbenohl hatten sie die Gartenbänke an die Strecke gestellt, Pavillons und Grillgeräte aufgebaut und feuerten die rund 500 Rennfahrer stundenlang an. Sie bekamen alles geboten, was den Radsport ausmacht.
Für die Sportler hingegen war das Ganze kein Vergnügen. Nicht nur der Regen, sondern vor allem die harten Anstiege von der Stadt zum Industriegebiet Ennest sowie die dortigen „Stiche" sorgten für schmerzverzerrte Gesichter und knallharte Selektion im Feld. Oft erreichte dieses um mehr als die Hälfte dezimiert und total versprengt das Ziel. „Es war sehr hart. Der Kurs ist einer Meisterschaft mehr als würdig", befand im Interview Jürgen Sopp vom RSV Mettmann, der als Sieger des Senioren-Rennens den langen, neun Stunden dauernden Renntag eröffnet hatte.

Sportlich waren die Gefühle aus Sicht des TV Attendorn gemischt. Die Titelkämpfe zeigten einmal mehr, dass im Radsport und insbesondere bei Meisterschaften alles möglich ist - vor allem in negativer Hinsicht. „Wir hatten viel Pech", ärgerte sich TVA-Urgestein Manfred Hennes über einen fehlenden Titelgewinn.

Doch zunächst das Positive: Drei der Attendorner Asse stachen, zwei hatten am Ende Silber um den Hals baumeln: Anika Werheit bei den Frauen und Julian Rottmann in der Schülerklasse U13. Dominik Ivo wiederholte im Rennen der U23 seinen sechsten Platz aus dem Vorjahr.

Als einer von vielleicht 40 der 180 Fahrer, die zusammengerechnet in Eliteklasse und U23 auf die über 120 Kilometer lange Distanz gegangen waren, hatte er das Ziel erreicht. Eine Großtat, doch zufrieden war Ivo nicht. „Ich habe andere Ansprüche. Es wäre mehr drin gewesen. Wir sind taktisch nicht klug gefahren", ärgerte er sich über die fehlenden taktische Disziplin seines für die Stammvereine gestarteten Bundesligateams.

Das Feld war drauf und dran, die weit enteilte Spitzengruppe einzuholen, als ein Fahrer seines Teams allein vorne 'ranspringen wollte und somit den Rhythmus der Nachführarbeit störte. Dass Ivo beim Zusammenschluss um Gold mitgekämpft hätte, zeigte er in der Schlussphase.

Die größte Hoffnung der Attendorner, Ex-Profi Christina Becker, musste aus beruflichen Gründen ihren Start im Rennen der Frauen kurzfristig absagen. So mussten Annette Rathmann und Anika Werheit allein die Kohlen aus dem Feuer holen. Und dies taten sie mehr als ordentlich.

Vor allem Werheit zeigte sich ständig an der Spitze und war folgerichtig auch in der fünfköpfigen Spitzengruppe vertreten, die das Rennen unter sich ausmachte. Auch im Finale nach 59 Kilometern zeigte sich Werheit stark. Die Bochumerin Anna Bianca Schnitzmeier war in der S-Kurve am Stürzenberg volles Risiko gegangen und rettete den dort gewonnenen Vorsprung ins Ziel, dahinter jedoch zeigte sich Werheit als stärkste Sprinterin.

Wer ihr Strahlen bei der Zieldurchfahrt sah, dem musste klar sein, dass die 20-Jährige, die vor einem Jahr Bronze gewann, mit Rang zwei sehr glücklich war. „Ziel war, unter die ersten drei zu kommen, das habe ich ja geschafft", bestätigte Werheit.

Anders sah es bei Julian Rottmann aus, der in der Schülerklasse U13 durchaus auf Gold geschielt hatte. Wie schon in den ersten Saisonrennen lieferte sich der Elfjährige ein packendes Duell mit dem jahrgangshöheren Luca Felix Happke (PVT Witten). Auch gestern konnte der Rest des Feldes das Hinterrad der beiden nicht halten.

Der langgezogene Schlussspurt hatte es in sich, abzulesen an Rottmanns Gesichtsfarbe, die sich der seines Trikots annäherte. Er wurde erst im „Tigersprung" entschieden, wobei sich Rottmann um Reifenbreite geschlagen geben musste. Luca Bröcher als fünfter, Jeremias Born als siebter und Theo Remmert im Feld komplettierten das gute Attendorner Abschneiden in der „Zwergenklasse" des Tages.

Wie bitter Radsport sein kann, musste der TV Attendorn zur Mittagsstunde erfahren, als die Hoffnungen im Minutentakt platzten und die Tränen der Enttäuschung reichlich flossen.

Keine 200 Meter währte der Goldtraum von Jessika Eckhardt, die nach dem Start der Juniorinnen aus der Pedale rutschte, stürzte und anschließend mit Schmerzen sowie einem demolierten Rad trotz guter Form keine Chance mehr hatte, ins Feld zurückzukehren. „Das wird noch eine Weile dauern, bis ich das verdaut habe", zeigte sich die Oberelsperin auch einige Stunden später konsterniert.

Im gleichzeitig laufenden Rennen der Jugend zeigte sich Christopher Wehmeier in bärenstarker Form, attackierte in der zweiten Runde am Berg und setzte sich allein vom Feld ab. Tendenz des Vorsprungs: wachsend. Ein Plattfuß am Vorderrad stoppte die Flucht. Umso ärgerlicher, dass der Materialwagen die Situation nicht realisierte und vorbei fuhr. „Erst hat es gezischt, dann ist das Ding geplatzt", beschrieb Wehmeier die Situation, die ihm alle Chancen nahm. Auch Patrick Kämpf erwischte es. Der schied, gut im Feld positioniert, mit einer defekten Kette aus.


Erschöpft aber glücklich Gezeichnet von seiner langen Alleinfahrt radelt Jan Deutschmann ins Ziel

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Attendorn (03.05.2010). Die Straßenmeisterschaften des Radsportverbandes NRW in Attendorn wurden zur Triumphfahrt für den SC Wiedenbrück. Die neu formierte Truppe aus Ostwestfalen feierte in der Hansestadt einen Doppelsieg durch Jan Deutschmann und Christoph Schweizer. Letzterer distanzierte seinen Bruder Michael Schweizer (Team Nuttrixion) auf den Bronzerang.
„Ein mehr als würdiger Sieger“, verkündete Rennsprecher Peter Mohr per Mikrofon und traf damit den Nagel auf den Kopf: Deutschmann war über die Hälfte der 130 Kilometer völlig allein an der Spitze gefahren. Er hatte selbst nicht aufgesteckt, als die Verfolger wieder bis auf Sichtweite herangefahren waren. Und das auf einem Kurs, auf dem nur echte Champions siegen konnten. Wind, lange Anstiege und heftige Schauer hatten den Athleten, von denen nur ein Viertel das Ziel erreichte, zu schaffen gemacht.
In der U23 siegte Marcel Meisen (Team Kuota) vor Patrick Schachtner (Nutrixxion) und Frank Lütters (Krefeld). Lokalmatador Dominik Ivo vom TV Attendorn erreichte hier als Sechster das Ziel. Auch sonst stellten die Attendorner, die viel Lob für die Ausrichtung der Meisterschaften erhielten, die besten heimischen Athleten. Anika Werheit gewann bei den Frauen hinter Anna-Bianca Schnitzmeier (Cycling Team Bochum) ebenso Silber wie Julian Rottmann in der U13.


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Rad Asse des TVA fiebern NRW-Landesmeisterschaften entgegen

Attendorn (28.04.2010).
Die explodierenden Klickzahlen auf der Homepage der Radsportabteilung des TV Attendorn beweisen es: Die Rennfahrer in NRW fiebern den Meisterschaften des Landesverbandes NRW am Sonntag in Attendorn entgegen. Über 580 Meldungen sind in der Hansestadt eingegangen, wo zwischen 9 und 18 Uhr elf Rennklassen ihre Meister suchen. Grund genug, einmal die Chancen der 15 heimischen Starter vom TV Attendorn zu beleuchten:

Elite (14.23 Uhr): Im Hauptrennen über 130 Kilometer werden die C-Klasse-Fahrer Sebastian Kramer und David Schwager keine realistische Chance auf eine vordere Platzierung haben. Zwar zeigte sich das Attendorner Duo in guter Form und beendete die bisherigen Rennen im Feld, doch beim gemeinsamen Start mit den Fahrern aus den höheren Amateur- und Profiklassen wird es nur darum gehen, sich so lang und gut wie möglich zu präsentieren. Aus dem restlichen Feld einen Favoriten auszumachen, ist kaum möglich. Man darf sich überraschen lassen.

U23 (14.20 Uhr): Etwas bessere Aussichten hat Dominik Ivo im Feld der U23, welches gemeinsam mit den Profis auf die Strecke geht. Der A-Fahrer kündigte an, wie 2006, als er in Attendorn Silber bei der LVM holte, wieder um eine Medaille mitkämpfen zu wollen. Die Form ist gut, doch die Konkurrenz ist enorm. Als bislang bestes Saisonresultat steht ein 14. Platz zu Buche. Immerhin: Wenn Ivo einen guten Tag erwischt, dürfte ihm die Unterstützung seiner Bundesliga-Mannschaft, dem Team EGN, sicher sein.

Frauen (11.33 Uhr): Mit Christina Becker, Anika Werheit und Annette Rathmann hat der TV Attendorn drei ganz heiße Eisen im Feuer. Christina Becker hat bereits zwei hochkarätig besetzte Rennen in dieser Saison für sich entschieden. Allerdings auf flachem Terrain, das der Ex-Profifahrerin, die ihre größten Erfolge auf der Bahn feierte, eher liegen dürfte als die harte Schleife durch Attendorn und das Ennester Industriegebiet. Anika Werheit bringt Rang drei von der letzten Landesmeisterschaft als Referenz mit, Annette Rathmann sieben Platzierungen aus dem Vorjahr. „Ich glaube, dass wir hier den Sieg auf jeden Fall nach Hause fahren werden“, gibt sich die sportliche Leiterin und Titelverteidigerin Tanja Hennes erfolgsgewiss. Hennes selbst, Seriensiegerin bei NRW-Meisterschaften und Attendorner Rennen, will keine Rennen mehr bestreiten und geht deshalb nicht an den Start.

Juniorinnen (11.33 Uhr): Hier verspricht die Konstellation ein spannendes Rennen. Als beste NRW-Fahrerin präsentierte sich bei den beiden ersten Bundesliga-Rennen die Quereinsteigerin Mieke Kröger (RV Teutoburg Brackwede), dahinter fuhren die Oberelsperin Jessika Eckhardt vom TV Attendorn und Simona Janke (Endspurt Wuppertal) auf Augenhöhe. Jessika Eckhardt hat, wie Dominik Ivo, ihr Bundesliga-Team mit Mieke Kröger im Rücken. Auch der schwierige Kurs dürfte ihr entgegen kommen, doch gegen die sprintstarke Simona Janke muss sie die Entscheidung schon vor der Zielgeraden suchen.

Senioren (9 Uhr): Keine Hoffnungen auf eine vordere Platzierung macht sich Uli Terschlüsen. Der 51-Jährige ist gerade erst in den Rennsport eingestiegen und hat sich bei seinen ersten beiden Lizenzrennen sofort im Feld etabliert. Eine große Leistung. Gegen die bis zu zehn Jahre jüngere und wesentlich erfahrenere Konkurrenz besteht jedoch keine Medaillenchance.

Jugend (11.30 Uhr): Auch Christopher Wehmeier und Patrick Kämpf kommen bei Betrachtung der Vorleistungen zwar für eine gute Platzierung, nicht jedoch für eine Medaille in Frage. Für sie gibt es andere Ziele. Mit einem Platz unter den ersten 25 Fahrern können sie Punkte in der NRW-Sichtung sammeln, über die eine Qualifikation für die Norddeutsche bzw. Deutsche Meisterschaft möglich ist.

Schüler (13.20 Uhr): In der U13, wo erstmals ein NRW-Titel vergeben wird, zählt Julian Rottman zu den Mitfavoriten. Der elfjährige fuhr am vorletzten Wochenende seinen ersten Saisonsieg ein. Luca Bröcher (U13) hat bei guter Tagesform Medaillenchancen. Theo Remmert, Jeremias Born (U13) und Alexander Strobl (U15) hoffen auf eine Platzierung.


S P E K T A K E L   A U F   " E L E F A N T Ö S E R   R U N D E " 

Landesverbandsmeisterschaften am 2. Mai Präsentierten mit den Hoffnungsträgern des TV Attendorn vor dem Seminarcenter des Sponsors Viegener das Programm für die Landesverbandsmeisterschaften am 2. Mai: Rad-Abteilungsleiter Markus Hammer (links), die sportliche Leiterin Tanja Hennes (3.v.r.), Vereinsvorsitzender Andreas Ufer (2.v.r.) sowie die Vertreter der Sponsoren Sparkasse, Viega und Gedia.


Attendorn (22.04.2010). Radsport in Attendorn, das hat Tradition. Tradition, die aktiv und erfolgreich weiter gelebt wird. Dass der TV Attendorn darauf stolz ist, zeigten die Verantwortlichen des Vereins, als sie am Wochenende im Seminarcenter ihres Sponsors Viegener das Programm ihres Renntages am 2. Mai vorstellten, an dem zugleich die Meisterschaften des Landesverbandes NRW in Attendorn ausgefahren werden. Zum dritten Mal in elf Jahren richten die Hansestädter diese mit enormem Prestige verbundenen Titelkämpfe aus, was einmal mehr auch den Stellenwert verdeutlicht, den der Verein überregional und im Verband genießt.

Diesen hat er sich über Jahrzehnte hart erarbeitet. Was unter Abteilungsgründer und „Urgestein“ Manfred Hennes, der nach wie vor oft auf den Straßen unterwegs ist, im Jahr 1964 begann, wurde konsequent fortgeführt und mündete unter anderem in mehreren Deutschen Meisterschaften, etlichen NRW-Meisterschaften und einem Bundesliga-Mannschaftssieg. Bis heute verschreiben sich die Attendorner der Nachwuchsförderung und dem Leistungsgedanken, was in den Leitlinien der Abteilung schriftlich festgehalten und durch 37 Siege im Vorjahr mit Nachdruck dokumentiert wird. „Schon 1965 hatten wir hier das erste Radrennen“, verweist Manfred Hennes auf die Kontinuität, in welcher der Verein auch große Veranstaltungen stemmt.

45 Jahre später haben, drei Tage vor Meldeschluss, schon knapp über 500 Lizenzfahrer ihre Teilnahme in Attendorn angekündigt. Elf Klassen von der U13 bis zu den Senioren gehen an den Start. „Das Feld ist in allen Klassen hochkarätig besetzt. An diesem Tag gibt es kein anderes Rennen im Landesverband. Da kommen die besten Fahrer“, erklärte Abteilungsleiter Markus Hammer. Zwischen 9 und 18 Uhr steht Attendorn dann ganz im Zeichen des Radsports. Höhepunkt der Veranstaltung ist das Rennen der Eliteklasse, die um den „Großen Preis der Sparkasse ALK“ fährt. Die Sparkasse ist auch diesmal wieder Hauptsponsor der Veranstaltung, deren Durchführung laut Hammer „etwa 10.000 Euro“ kostet.

Ein Novum ist, dass auch in der Schülerklasse U13 ein NRW-Titel vergeben wird. Gut möglich, dass sich mit Julian Rottmann dann gleich ein Fahrer des TV Attendorn als Erster in die ewige Siegerliste eintragen kann. Auch die vier Attendorner Bundesliga-Starter Dominik Ivo (U23), Jessika Eckhardt (Juniorinnen) und, allen voran, das starke Damenteam um Christina Becker und Anika Werheit schielen auf Medaillen, wenn nicht gar auf das Meistertrikot in den Landesfarben.

Die Strecke, die die TV-Verantwortlichen ausgewählt haben, ist einer Meisterschaft mehr als würdig. Als „elefantöse Runde“, wie sie in einschlägigen Internet-Foren bezeichnet wurde, ist die 5,9 Kilometer lange Schleife durchs Industriegebiet nicht nur deshalb bekannt, weil einer der afrikanischen Dickhäuter beim letzten Attendorner Rennen aus dem an der Strecke campierenden Zirkus ausbüxte. Wind und Berg, ständige Rhythmuswechsel und technisch anspruchsvolle Abfahrten werden den Athleten zu schaffen machen.

„Ich schätze, dass es in der Hauptklasse ein Ausscheidungsfahren gibt und nur ein Drittel das Ziel erreicht. Der Kurs ist zäh, rollt einfach nicht“, so die subjektive Beschreibung von Manfred Hennes. Aber auch mit harten Fakten ist die Schwierigkeit zu beschreiben. 100 Höhenmeter und drei Anstiege weist die Runde auf. „Beim Eliterennen mit 22 Runden ist das schon ein guter Alpenpass, den es zu überwinden gilt“, rechnet Markus Hammer vor.

Froh war Hammer darüber, dass es, auch dank Hilfe der Stadtverwaltung, gelungen ist, das Rennen vom Schwalbenohl in Richtung Innenstadt zu verlagern. Mit Start und Ziel auf der Finnentroper Straße (in Höhe des „Allee-Centers“) und dem Anstieg im Grafweg tangiert die Veranstaltung wieder das Stadtzentrum und gibt sich zuschauerfreundlich. Zwischen Heggener Straße und Stürzenberg kommt es, getrennt durch Absperrgitter, zum Begegnungsverkehr, sodass die Fahrer hier in kurzer Zeit zweimal zu sehen sind. „Wir hoffen, dass wir dadurch mehr Zuschauer ansprechen können“, so Hammer, der hinzufügte: „Und das die Sportler diesmal auch mitbekommen, dass Attendorn eine schöne Innenstadt hat.“


Dominik Ivo Wird auch am 02.05.2010 in Attendorn starten

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TV Attendorn richtet die Landesverbandsmeisterschaften für Nordrhein-Westfalen im Straßenfahren aus

Der Schnee hält sich zwar hartnäckig und selbst die Zugvögel haben auf ihrem Flug in Richtung Norden wieder kehrt gemacht. Dennoch steht fest: Der Frühling wird kommen. Wann auch immer. Unter allen Sportlern fiebern wohl am meisten die Radrennfahrer den warmen Temperaturen entgegen. Besonders die Athleten des TV Attendorn, die am übernächsten Wochenende ihre ersten Rennen bestreiten wollen und sich auf eine lange Saison freuen. Rot und fett haben sie den 02. Mai im Kalender angestrichen, denn an diesem Tag richtet der TV Attendorn die Landesverbandsmeisterschaften für Nordrhein-Westfalen im Straßenfahren aus. Zum vierten Mal nach 1969, 1999 und 2006 sind die Hansestädter als Ausrichter nominiert.
Die Sportfans im Kreis Olpe können sich also auf eine hochkarätige Veranstaltung freuen, denn erwartet werden die 500 besten lizenzierten Radsportler aus NRW, wo an diesem Tag kein anderes Straßenrennen stattfindet. Zwischen 09.00 und 18.00 Uhr werden diese in 13 Rennklassen, von der Schülerklasse U13 bis zu den Senioren, auf einen anspruchsvollen Rundkurs geschickt, der anders als bei den letzten Austragungen auch wieder durch die Innenstadt führen wird. Höhepunkt ist das Rennen der Hauptklasse, in dem die Profis der KT-Klasse sowie die Elitefahrer der Klasse A/B/C ihren Meister ermitteln werden.
Der Kern der Veranstaltung liegt mit Start und Ziel in der Finnentroper Straße. Von dort aus geht es den Grafweg hinauf in Richtung Ennester Industriegebiet. Der weitere Verlauf der 5,9 Kilometer langen und etwa 100 Höhenmeter schweren Strecke: Im Schwalbenohl, Mühlenschlader Straße, Zum langen Acker, Röntgenstraße, Benzstraße, Gutenbergstraße, Daimlerstraße, Heggener Weg, Am Stürzenberg, Finnentroper Straße. Für Anwohner in diesem Bereich wichtig: Am Tag der Veranstaltung ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.
Während die Attendorner Rennfahrer ihr Bestes geben, um sich im Training optimal auf ihr „Heimrennen“ vorzubereiten, hat der Vorstand der Radsportabteilung schon etliche Treffen hinter sich, um eine optimale Organisation des Radsport-Spektakels zu gewährleisten. Abteilungsleiter Markus Hammer: „Wir bedanken uns für die gute Unterstützung der Stadt Attendorn, die es möglich gemacht hat, dass das Rennen wieder durch die Innenstadt führt. Ebenso geht ein großer Dank an die Sponsoren aus der Attendorner Wirtschaft, ohne die es nicht möglich wäre, eine Veranstaltung diesen Formates in den Kreis Olpe zu holen.